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28.10.-14.01.2020 - Eine Mädchenstatue für den Frieden

Trostfrau-Skulptur südkoreanischer Künstler erinnert an Sexsklaverei und Kriegsverbrechen
28.10.-14.01.2020 - Eine Mädchenstatue für den Frieden
28.10.-14.01.2020 - Eine Mädchenstatue für den Frieden
Mahnmal gegen sexuelle Gewalt, nicht nur im Krieg © Seo Kyung und Eun Sung Kim

Im Frankfurter Haus am Dom wird vom 28. Oktober 2019 bis zum 14. Januar 2020  eine Skulptur des süd-koreanischen Künstlerehepaars Seo Kyung und Eun Sung Kim ausgestellt. Sie zeigt eine so genannte Trostfrau und erinnert an die Verbrechen sexualisierter Gewalt gegen Frauen. Die Vernissage ist am Montag, 28. Oktober, um 18 Uhr im Haus am Dom.

"Diese 'Mädchenstatue für den Frieden' erinnert an das Leid hunderttausender Mädchen und junger Frauen, die während des Zweiten Weltkriegs von der japanischen Armee im gesamten Asien-Pazifik-Raum als "Trostfrauen" in Armeebordellen in die Sexsklaverei gezwungen wurden,“ betont das Künstlerpaar. So wie Gewalt gegen Frauen zeit- und grenzenlos sei, so wenig dürfe es Grenzen geben für die Erinnerung und das Mahnen: „Das Mahnmal ist in seinem Gedenken an die Opfer dieses unmenschlichen institutionalisierten Kriegsverbrechens ein Aufruf zum Frieden in Solidarität mit allen Opfern sexueller Gewalt überall auf der ganzen Welt."

Die Skulptur ist aus Bronze und Granit geschaffen. Sie zeigt ein Mädchen auf einem Stuhl mit dem Schatten einer alten Frau, darauf ein weißer Schmetterling und ein Vogel auf der Schulter des Mädchens. Ein weiterer Stuhl lädt den Betrachter ein, neben dem Mädchen zu sitzen, um zu erinnern und mitzufühlen.

Gleiche Exemplare der Skulptur stehen nicht nur in Korea, sondern auch in den USA, China, Kanada und Australien.