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Das erwartet Filmfreunde diesen Sommer beim „Kino auf dem Dach“

Tickets sind ab sofort über Reservix verfügbar
Das erwartet Filmfreunde diesen Sommer beim „Kino auf dem Dach“
Das erwartet Filmfreunde diesen Sommer beim „Kino auf dem Dach“
Beim Kino auf dem Dach (hier 2016) werden Filme vor sommerlicher Stadtkulisse gezeigt. © D. Wiese-Gutheil / Bistum Limburg

Anspruchsvolle Filme, gekühlte Getränke und ein Blick über die Frankfurter Altstadt: Auf der Dachterrasse des Hauses am Dom, Domplatz 3, gibt es vom 23. Juli bis 15. August wieder sommerliches Freiluftkino mit der schönsten Aussicht der Stadt. „Ich freue mich sehr, dass wir nach einem schwer Corona-geschädigten Festival- und Kino-Jahr 2020/2021 eine in jedem Punkt sehenswerte Liste bieten können, die sich auch mit dem deutlichen Frauen-Schwerpunkt als Kommentar zur Lage in Kirche und Welt versteht“, sagt Prof. Joachim Valentin, Direktor von Haus am Dom und Katholischer Akademie Rabanus Maurus.

Gezeigt werden beim diesjährigen „Kino auf dem Dach“ acht aktuelle Spielfilme, vier davon empfohlen von der katholischen Filmkritik. Alle Filme werden an jeweils drei Abenden gezeigt. Filmstart ist um 20.30 Uhr. Bei Regen finden die Filmabende im Großen Saal statt. Der Eintritt kostet 11 Euro, ermäßigt, 9 Euro. Vorverkauf im Haus am Dom, Domplatz 3, Mo- Fr 9-17 Uhr, oder online unter www.hausamdom.reservix.de. Es gilt das dann gültige Hygienekonzept des Hauses am Dom, das unter www.hausamdom-frankfurt.de zu finden ist.

Folgende Filme stehen diesmal auf dem Programm:

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Narziss und Goldmund        23.07./31.07./08.08.2021

Deutschland/Österreich 2019 | R: Stefan Ruzowitzky 118 Minuten, sehenswert ab 14.

Im mittelalterlichen Kloster Mariabronn lernen sich zwei grundverschiedene junge Männer kennen, ein lebensfroher Künstler und ein vergeistigter Grübler. Der den Sinnen zugewandte Mönch verlässt das Kloster und geht auf Wanderschaft, lernt die Frauen, das Leben und das Leiden kennen, bis er viele Jahre später wieder auf seinen asketischen Freund trifft. Nach dem berühmten Roman von Hermann Hesse spielt das aufwändige Kostümdrama mit zwei gegensätzlichen Weisen, das Leben zu gestalten. Das wirkt manchmal pathetisch ist aber schlüssig und packend inszeniert.

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Jahrhundertfrauen    24.07./01.08./09.08.2021

USA 2016 | 119 Minuten, R: Mike Mills, sehenswert ab 16.

Eine nicht mehr junge alleinerziehende Mutter im kalifornischen Küstenstädtchen Santa Barbara fühlt sich von den Anforderungen der Pubertät ihres spät geborenen, 15-jährigen Sohns überfordert und bittet die beiden Mitbewohnerinnen ihres viktorianischen Anwesens um Hilfe. Eine humorvolle und bewegende, ebenso eigenwillig wie meisterhaft inszenierte Annäherung an das Enigma des Mutterseins. Getragen von der vorzüglichen Hauptdarstellerin, aber auch von profiliert interpretierten Nebenrollen fesselt die Beschreibung der Mutter-Sohn-Beziehung vor dem Hintergrund einer sich verändernden Gesellschaft.

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Undine 25.07./02.08./10.08.2021

Deutschland/Frankreich 2020, 89 Minuten, R: Christian Petzold, sehenswert ab 14.

Die Stadthistorikerin Undine wird von ihrem Freund verlassen. Der Mythos will, dass sie den Mann, der sie verrät, tötet und danach ins Wasser zurückkehrt. Doch anders als die Sagenfigur entscheidet sich die Protagonistin für eine neue Liebe. Der Film modernisiert in der Nachfolge von Ingeborg Bachmanns Erzählung „Undine geht“ den alten Mythos der Wasserfrau und rückt eine moderne Halbweltfigur ins Zentrum. Er erzählt auch mit Blick auf die Berliner Stadtgeschichte vom Ausstieg einer Frau aus der Wiederholungsschleife und verbindet auf anrührende Weise romantisches Märchen, Unterwasserabenteuerfilm und Gegenwartsrealismus.

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Corpus Christi          26.07./03.08./11.08.2021   

Polen 2019, 115 Minuten R: Jan Komasa, sehenswert ab 16.

Ein in der Haft bekehrter junger Mann wird nach Ostpolen aufs Land geschickt, wo er sich in einem Sägewerk bewähren soll. In dem fremden Dorf gibt er sich als Priester aus und übernimmt die Stelle des erkrankten Pfarrers, was sich als Glücksfall entpuppt, da er nach einem tragischen Unglück die aufgebrachte Atmosphäre vor Ort mit unkonventionellen Mitteln zu befrieden versucht. Das mit kühler Sachlichkeit inszenierte Drama erinnert an die Filme von Robert Bresson und entwirft ein differenziertes Zeitbild der polnischen Gesellschaft und ihrer Kirche, die mit sozialen und ethischen Herausforderungen ringt.

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Die perfekte Kandidatin      27.07./4.8./12.08.2021

Saudi-Arabien/Deutschland 2019, 105 Minuten, R: Haifaa Al-Mansour, sehenswert ab 14.

Eine junge Ärztin aus Saudi-Arabien kandidiert eher unfreiwillig bei einer Kommunalwahl und nimmt den Kampf gegen einen konservativen Rivalen auf, weil sie die Straße vor ihrem Krankenhaus asphaltieren lassen will. Damit provoziert sie einen Skandal, weil Frauen hier keine öffentlichen Ämter zugestanden werden. Der Film folgt den Auseinandersetzungen der Medizinerin im Zuge ihres spontan organisierten Wahlkampfs und verbindet dies mit aufschlussreichen Beobachtungen zu einem sich sacht anbahnenden gesellschaftlichen Wandel in Saudi-Arabien.

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Sorry, we missed you         28.07./05.08./13.08.2021

Großbritannien 2019, 101 Minuten, R: Ken Loach, sehenswert ab 14.

Ein Arbeiter aus Newcastle fängt als selbstständiger Bote bei einem Paketservice an; die Illusion unternehmerischer „Freiheit“ zerbricht allerdings schnell an den unfairen und ausbeuterischen Bedingungen. Diese wirken sich bald auch auf seine gesamte Familie aus. Das Drama über die falschen Versprechen der neoliberalen Arbeitswelt und die Folgen der Selbstausbeutung für die Betroffenen wirk in seiner Gesellschaftskritik vor allem mitreißend durch die Einfühlsamkeit seiner Figurenzeichnung und der Erosion einer Familie.

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Les miserables / Die Wütenden      29.07./06.08./14.08.2021

Frankreich 2019, 105 Minuten, R: Ladj Ly, sehenswert ab 16.

Ein Polizist stößt neu zu einem Duo hinzu, das in einem Pariser Vorort Streife fährt, und wird schon bald mit den Machtverhältnissen konfrontiert: Auch die Polizei ist durch Gewalt, Schikanen und Korruption in die grassiernde Kriminalität im Quartier verstrickt. Durch ein Löwenjunges kippt das fragile Interessengleichgewicht im Viertel. Ohne einseitige Schuldzuschreibungen greift das fein gezeichnete Drama brandaktuelle gesellschaftliche Strömungen auf und sensibilisiert nachhaltig für die unkalkulierbaren Gefahren, die aus jeder Ausgrenzung erwachsen.

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Milla meets Moses   30.07./07.08./15.08.2021

Australien 2019, 118 Minuten, Regie: Shannon Murphy, sehenswert ab 16.

Eine krebskranke Teenagerin verliebt sich in einen Junkie und bringt damit den ohnehin fragilen, von Angst, Trauer und Beruhigungsmitteln geprägten Alltag ihrer Familie ins Schleudern. Für die Eltern wird das ebenso zur Herausforderung wie für den jungen Mann. Die Adaption eines Theaterstücks konzentriert sich auf die psychischen Herausforderungen und verlässt sich dabei ganz auf die außergewöhnlichen Darsteller. Der Film weitet den Blick über die Konflikte hinaus auf Lebensbejahung, die den Tod miteinschließt.

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