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Die Kriminalisierung der Seenotrettung

KAB und Pax Christi laden zu Online-Veranstaltung mit Seenotrettern ein
Die Kriminalisierung der Seenotrettung
Die Kriminalisierung der Seenotrettung
Seenotretter von SOS Mediterranée und Sea-Eye sind im Mittelmeer aktiv. © Laurin Schmid / SOS Mediterranee

Die humanitäre Katastrophe im Mittelmeer geht weiter. Bis heute sind in diesem Jahr mehrere tausend Menschen im Mittelmeer auf der Flucht vor Armut, Hunger und Konflikten ertrunken. Ohne den Einsatz ziviler Seenotrettungen wären die Opferzahlen deutlich höher. Welche neuen Entwicklungen gibt es im Mittelmeer? Von wem werden Menschen gerettet und wohin werden sie gebracht? Bei einer digitalen Diskussionsveranstaltung am 17. Juni, 18.30 Uhr, berichten Seenotretter von SOS Mediterranée und Sea-Eye von der Situation der Geflüchteten und Migranten in Libyen und Tunesien, den Aktivitäten der Europäischen Union im Mittelmeer sowie Entwicklungen im Bereich der Seenotrettung. Zu der Veranstaltung im Rahmen der Kampagne „Menschenrechte statt Moria“ laden der Diözesanverband der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) sowie Pax Christi Rhein-Main zusammen mit weiteren Kooperationspartner ein. 

Die Referentin und der Referent des Abends sind bereits länger in der zivilen Seenotrettung engagiert. Jana Ciernioch, Politische Referentin bei der europäischen Seenotrettungsorganisation SOS Méditerranée, gehörte 2017 und 2018 zu den Rettungsteams im Mittelmeer und war insgesamt sieben Wochen an Bord der „Aquarius“. Gorden Isler ist Vorsitzender der Regensburger Flüchtlingshilfsorganisation Sea-Eye. Deren neues Rettungsschiff „Sea-Eye 4“ ist in diesem Jahr zu seiner ersten Mission im Mittelmeer ausgelaufen.

„Die zivile Seenotrettung arbeitet aktuell unter erschwerten Bedingungen, die Mittelmeerstaaten sind durch die Corona-Pandemie stark getroffen, Häfen und Werften geschlossen“, erklärt KAB-Diözesansekretär Martin Mohr, der den Abend moderieren wird. „Die EU versucht schon länger, afrikanische Staaten für die Einrichtung von Ausschiffungsplattformen zu gewinnen. Bisher hat sich unter anderem Tunesien dagegen gewehrt“, so Mohr.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Interessenten melden sich per Email an: kab@bistumlimburg.de. Nach der Anmeldung senden wir Ihnen die Zugangsdaten für die Veranstaltung zu. Weitere Informationen unter www.kab-limburg.de oder www.menschenrecht-statt-moria.de oder telefonisch bei Martin Mohr, Diözesansekretär KAB, Tel. 0 64 31/29 57 04.  

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