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Gesellschaft in Szene setzen!

Walter Dirks-Tag im Frankfurter Haus am Dom
Gesellschaft in Szene setzen!
Gesellschaft in Szene setzen!
© Theater Willy Praml

FRANKFURT.- „Gesellschaft in Szene setzen! – Willy Praml und Walter Dirks auf der Bühne“ heißt es beim Walter Dirks-Tag am Samstag, 26. Mai, im Haus am Dom, Domplatz 3. Die auf den ersten Blick ungewöhnliche Kombination aus Willy Praml, einem der profilierten Frankfurter Theatermacher, und dem 1991 verstorbenen Publizisten Walter Dirks will ausloten, welche Parallelen es bei der gesellschaftlichen Analyse zwischen Theaterarbeit und Journalismus gibt.

Das Theater, so heißt es in der Einladung, kann gesellschaftliche Realität untersuchen, unterbrechen und das Verschüttete im Wortsinn ins Spiel bringen. Willy Praml, der am selben Tag mit dem Walter Dirks-Preis ausgezeichnet wird, steht für emanzipatorische Theaterarbeit, die politisch ist und an Intelligenz und Kreativität beim Ensemble wie beim Publikum appelliert.

Der Dirks-Tag beginnt um 15.30 Uhr mit einer szenischen Präsentation auf dem Domplatz. Anschließend erläutert Willy Praml ab 16.15 Uhr seine Theaterarbeit im Gespräch mit dem Journalisten Meinhard Schmidt- Degenhard. Im Anschluss an einen Gottesdienst im Gedenken an Walter Dirks im Kaiserdom St. Bartholomäus nimmt der Theatermacher den mit 2.500 Euro dotierten Walter-Dirks-Preis 2018 entgegen. Der Gottesdienst beginnt um 18 Uhr. Anschließend folgt um 19.30 Uhr ein Empfang im Haus am Dom.

Der Walter Dirks-Preis entstammt der Tradition des Frankfurter Sozialkatholizismus. Ausgezeichnet werden Menschen, die im Geist seines Lebens und Arbeitens für soziale Gerechtigkeit zwischen Konfessionen, Religionen, gesellschaftlichen Kräften und politischen Gruppierungen und Parteien eintreten. Walter Dirks gilt bis heute als Identifikationsfigur für kritische Minderheiten im deutschen Katholizismus der 50er bis 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Der Preis wurde 1995 von dem mittlerweile verstorbenen katholischen Pfarrer Franzwalter Nieten ins Leben gerufen. Seit 2010 wird die Auszeichnung alle zwei Jahre vom Haus am Dom und dem von Dirks mitbegründeten Haus der Volksarbeit verliehen.