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„Bei uns sieht es aus wie im Fernsehstudio“

Katholische Akademie und Haus am Dom ziehen positive Bilanz für 2020
„Bei uns sieht es aus wie im Fernsehstudio“
„Bei uns sieht es aus wie im Fernsehstudio“
Auch wenn das Haus 2020 phasenweise geschlossen bleiben musste, ging der Kulturbetrieb online weiter. © A. Zegelman / Bistum Limburg

Hygiene-Auflagen, stark limitierte Besucherzahlen und monatelange Schließungen – das Corona-Jahr 2020 war für Kulturbetriebe nicht leicht. Dennoch gibt es im Haus am Dom Grund zur Freude. Denn das Interesse der Besucher an den Veranstaltungen der Katholischen Akademie Rabanus Maurus war nicht nur ungebrochen stark, sondern sogar stärker als in den Vor-Corona-Jahren. Denn die meisten Angebote wie gesellschaftspolitische Diskussionsrunden und Lesungen fanden dennoch statt – nur eben digital, über den YouTube-Kanal www.youtube.com/hausamdom. Dieser existiert zwar bereits seit 2008, bekam aber in Corona plötzlich eine neue Wichtigkeit – und jede Menge neue Abonnenten.

„2019 hatten wir 29.000 persönliche Besucher bei Akademie-Veranstaltungen und noch kaum digitale Besucher, im Jahr 2020 waren es über 60.000 YouTube-Besucher“, sagt Prof. Joachim Valentin, Direktor des Hauses am Dom und der darin ansässigen Katholischen Akademie. Dazu kommen noch einmal gut 20.000 Abfragen der Veranstaltungen auf dem Podcast-Kanal „Haus am Dom“, der auf Spotify, iTunes und Deezer kostenlos verfügbar ist.

Fast dreimal so viele Besucher wie im Vorjahr

Macht unterm Strich 80.000 digitale Besucher im Jahr 2020 – plus die 7019 Besucher, die in den Öffnungsphasen unter Einhaltung der Hygiene-Auflagen persönlich teilnehmen durften. „Unsere Besucherzahlen waren 2020 also fast dreimal so hoch wie im Vorjahr“, sagt Professor Valentin. Sein Fazit: „Die Digitalisierung ist uns gelungen.“

Das zeigt sich auch beim Setting der fast täglichen Veranstaltungen – 267 waren es im Jahr 2020. „Die Säle sehen inzwischen aus wie Fernsehstudios, mit vier Kameras für verschiedene Perspektiven, Mischpult, Monitoren und weiterer Technik“, berichtet der Direktor. Das ist zwar ein enormer Mehraufwand für Technik und Verwaltung, doch das große Interesse zeigt, dass es sich lohnt. Mit dem schönen Nebeneffekt, dass die Streams nicht nur live digital verfolgt, sondern auch dauerhaft im Archiv abgespielt werden können. Mittlerweile verfügt das Haus am Dom über eine stattliche Mediathek.

„Das Wichtigste wird oft in der Kaffeepause besprochen“

Doch wie geht es weiter mit dem Digitalangebot, wenn die Pandemie irgendwann vorbei ist? „Natürlich werden wir YouTube und unsere Podcast-Kanäle weiter bespielen“, verspricht Prof. Valentin. „Aber klar ist auch, dass das Haus am Dom ein Ort für die unmittelbare lebendige Begegnung ist. Digitale Begegnung sind zwar vorübergehend ein zufriedenstellender, aber kein vollwertiger Ersatz für persönliche Treffen bei Veranstaltungen und Tagungen, bei denen die wirklich entscheidenden Dinge oft am Rande in der Kaffeepause besprochen werden.“ Dahin wolle man, sobald es wieder möglich ist, zurück.

    Was waren die Veranstaltungshighlights 2020? Besonders gut geklickt wurde der Podcast „Rudolf Steiner, Waldorfpädagogik und Weleda - Wo(für) steht die Anthroposophie heute?“ (bislang 8455 Aufrufe) sowie der YouTube-Stream „Hartmut Rosa – wie gelingt Leben?“ (bislang 2900 Aufrufe). Was die Veranstaltungen während der Öffnungsphasen betrifft, erinnert Prof. Valentin sich zum Beispiel gerne an 21 komplett ausverkaufte Sommerkino-Abende auf der Dachterrasse mit Aussicht über die Altstadt. „Wegen der Corona-Auflagen durften zum Sommerkino zwar nicht wie sonst 120, sondern nur 55 Besucher kommen, aber es waren schöne Abende“, sagt der Direktor.

    Aktuelle Informationen zum laufenden Programm sowie alle Links gibt es auf www.hausamdom-frankfurt.de. Sie finden uns außerdem

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