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Die Geheimnisse der Akten - Der Vatikan öffnet seine Archive

Die Geheimnisse der Akten - Der Vatikan öffnet seine Archive
Die Geheimnisse der Akten - Der Vatikan öffnet seine Archive
© Copyright: Scherl /SZ Photo

DIE GEHEIMNISSE DER AKTEN

Der Vatikan öffnet seine Archive

Ausstrahlung am 18. Mai um 23:30 Uhr im Ersten

Die Dokumentation „Die Gehimnisse der Akten – Der Vatikan öffnet seine Archive“ geht den vielen Geheimnissen um Pius XII. auf den Grund. Warum hat er zum Holocaust geschwiegen? Was tat er während des Überfalls auf die römischen Juden 1943? Und wusste Pius XII., dass einige Kriegsverbrecher wie Eichmann Dokumente des Vatikans benutzten, um nach Lateinamerika zu fliehen?

Eugenio Maria Pacelli - Papst Pius XII. - wurde 1939, wenige Monate vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, auf den Thron des heiligen Petrus gewählt. In den folgenden Jahren, während Millionen von Juden - darunter 1.024 aus Rom - von den Nazis deportiert und in den Lagern vernichtet wurden, schwieg Pius XII.

Er sprach weder ein Wort des Mitgefühls für das Leiden des jüdischen Volkes aus, noch stellte er sich öffentlich gegen Hitler. Seit Jahrzehnten ist Pius XII. Gegenstand heftiger Diskussionen unter Historikern und zwischen Katholiken und Juden. Für einige ist Pacelli der Papst Hitlers, der Mann, der die Verfolgung der Juden ignorierte und das Konkordat mit der Regierung Hitlers unterzeichnete. Andere halten Pius XII. für einen geistreichen Diplomaten oder gar für einen Heiligen, der im Geheimen handelte, um Tausende von Leben zu retten.

Am 2. März 2020 machte Papst Franziskus einige der brisantesten Dokumente aus der jüngeren Geschichte des Vatikans für die Forschung zugänglich. Die Akten über das Papsttum von Pius XII., die bisher im Geheimarchiv der Kirche unter Verschluss gehalten wurden.

Foto: Scherl / SZ Photo