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Rat der Religionen verurteilt Anschläge auf Moschee in Frankfurt

Rat der Religionen verurteilt Anschläge auf Moschee in Frankfurt
Rat der Religionen verurteilt Anschläge auf Moschee in Frankfurt

Nachdem Unbekannte die Tür der Moschee Ehli Sünnet Mescidi in Frankfurt-Höchst mit Hakenkreuzen beschmiert haben, reagiert der Rat der Religionen Frankfurt betroffen und besorgt. Man fühle mit der Gemeinde, heißt es in einer von den Vorsitzenden Prof. Dr. Joachim Valentin und Rabbiner Julien Soussan unterzeichneten Erklärung. Der Rat verurteile auf das Schärfste den Vandalismus und die Gewalt gegen einen Ort des Glaubens, den Menschen für friedliche Zusammenkünfte und zum Gebet geschaffen haben.

Dazu veröffentlicht der Rat eine unmissverständliche Stellungnahme in fünf Punkten:

  1. Das Recht auf Religionsfreiheit ist ein universales und unverbrüchliches Menschenrecht. Alle politisch Verantwortlichen wie auch religiöse Autoritäten sind verpflichtet, für seine Durchsetzung einzutreten.
  2. Der Rat wiederholt seine Ablehnung jeglicher Form des Fanatismus und politisch motivierter Gewalt – ungeachtet ob sie sich gegen eine Religion richtet oder im Namen einer Religion geschieht.
  3. Die seit Ende Januar sukzessive bekannt gewordenen Beschädigungen unter Verwendung rechtsextremer Symbole stellen aus Sicht des Rates unter anderem den Versuch dar, hier in Frankfurt Menschen auf Grund ihrer Religionszugehörigkeit einzuschüchtern und auszugrenzen.
  4. Diese, nicht neue, Entwicklung sieht der Rat mit großer Sorge. Die dahinterstehende Menschenfeindlichkeit darf in Frankfurt keinen Platz haben.
  5. Der Rat tritt dafür ein und lebt gemeinsam vor, dass Menschen verschiedener Religionszugehörigkeit solidarisch zusammenstehen. Der Rat begrüßt daher die schnellen Reaktionen aus der Politik sowohl in Höchst als auch auf Stadtebene. In der aktuellen Situation sind nicht nur gründliche polizeiliche Ermittlungen, sondern auch die Solidarität der Zivilgesellschaft erforderlich.  Darüber hinaus wäre es ein wichtiges Signal, dass Bedrohungen ernst genommen werden, wenn die Polizei in Bezug auf eventuell erforderliche Sicherheitsmaßnahmen mit der betroffenen Gemeinde eng zusammenarbeitet.

Abschließend hofft der Rat darauf, dass die Straftaten aufgeklärt werden und die Gemeindemitglieder der Ehli Sünnet Mescidi sich in ihren Räumlichkeiten sicher fühlen können.

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