Kategorien &
Plattformen

Religiöse Gemeinden in der Corona-Krise

Was uns fehlte – was bleiben wird
Religiöse Gemeinden in der Corona-Krise
Religiöse Gemeinden in der Corona-Krise
Medizinische Masken im Gottesdienst - ein mittlerweile gewohnter Anblick. © Gabriella Clare Marino / unsplash.com

Externer Inhalt

Dieser Inhalt von

youtube.com

wird aus Datenschutzgründen erst nach expliziter Zustimmung angezeigt.

 

Franfurter Hausgespräche

Zusammenkommen - Alte Sehnsucht neu entdeckt

 

Religiöse Gemeinden in der Corona-Krise: Was uns fehlte – was bleiben wird
16.6.21, 19.30 Uhr, Haus am Dom

Religion fußt auf gemeinsamer leibhaftiger Anwesenheit im heiligen Raum. Nichts war verbotener als das, in Zeiten hoher Inzidenzen. Und dann am Ende noch mit Musik oder Gesang?! Gemeinden drohten zu „Superspreadern“ zu werden. Unendlich viele Gottesdienste und Gemeindefeste aller Religionen und Konfessionen sind abgesagt oder ins Internet verlegt worden – mit mehr oder weniger großem Erfolg. Wegen ausbleibender Spenden oder verschwundenem religiösem „Service“ wächst die Angst vor einem beschleunigten Verschwinden der Religion aus dem Alltagbewusstsein vieler gläubiger Menschen. Gleichzeitig wurde und wird religiöse Orientierung, Seelsorge und Sterbebegleitung aber auch Notfallseelsorge für Pflegekräfte dringend gebraucht. Wir berichten, fragen nach und suchen nach Perspektiven.

  • Prof. Dr. Ilona Nord, Professorin für evangelische Theologie, Universität Würzburg
  • Julien-Chaim Soussan, Rabbiner der jüdischen Gemeinde Frankfurt
  • Talha Tashkinsoy, Theologe, Pädagagoge, Imam
  • Dr. Johannes zu Eltz, katholischer Stadtdekan, Frankfurt

Falls die Veranstaltung mit Präsenz stattfinden kann, ist der Eintritt frei.

In dem monatelangen Verzicht auf physischen Kontakt und auf das Zusammenkommen in spontanen Großgruppen haben wir alle ermessen können, wie lebensnotwendig doch das auch leibliche Zusammenkommen und Zusammensein für uns ist. In einem einzigartigen Experiment haben wir den Kontrast zwischen vermittelten und unvermittelten Gesellungsformen erfahren.

Die Sprödigkeit und Künstlichkeit des Kontakts auf noch so guten technischen Plattformen wird uns als Lebenserfahrung in Erinnerung bleiben. Sie hat uns Zeitgenossen im Umkehrschluss aber auch das Lebenselixier der direkten Begegnung vor Augen geführt. Was kennzeichnet die direkte Begegnung? Woher rührt das tiefe Bedürfnis nach dem Austritt aus der Zurückgezogenheit, nach öffentlichem Raum, nach spontaner Gesellung? Welche Energie, welche Kraft, welche Anregung liegt in Begegnungen begründet? Welche Rollen und Formen hat das Zusammenkommen in früheren Zeiten ein- und angenommen? Und welche neuen Formen des Zusammenkommens müssen wir nach unseren kollektiven Erfahrungen der Gefährdung entwickeln?

Diesen Fragen gehen die Frankfurter Hausgespräche 2021 in verschiedenen thematischen Ausprägungen nach.

Über die Frankfurter Hausgespräche

Seit 2010 veranstalten vier namhafte Frankfurter Institutionen zusammen die Frankfurter Hausgespräche: Haus am Dom, Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt, Jüdisches Museum Frankfurt und Freies Deutsches Hochstift. An vier öffentlichen Diskussionsabenden wird dabei ein gemeinsames Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Stets mit der Maxime, die Gegenwart mit einem Blick in die Vergangenheit und Gedanken an die Zukunft zu verbinden. Weitere Informationen: www.frankfurter-hausgespraeche.de.

Cookie Einstellungen

Statistik-Cookies dienen der Anaylse, indem Informationen anonymisiert gesammelt werden.

Anbieter:

Bistum Limburg

Datenschutz