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Wie inklusiver Religionsunterricht gelingen kann

Neue Plattform will informieren und zum Perspektivwechsel anregen
Wie inklusiver Religionsunterricht gelingen kann
Wie inklusiver Religionsunterricht gelingen kann
Inklusion ist für die beiden Studienleiterinnen eine Herzenssache. © Gerd Altmann/Pixabay

Wie kann inklusiver Religionsunterricht gelingen? Wissenswertes, Nützliches und Nachdenkenswertes rund um diese Frage findet sich auf einer neuen Internetseite des Bistums Limburg. Regina Weleda vom Religionspädagogischen Amt Wiesbaden und Susanne Beul-Ring vom Religionspädagogischen Amt Frankfurt haben dafür eine Fülle von Informationen zusammengetragen. Das Angebot reicht von Konzepten und Methoden, Unterrichtsmaterial, Fachliteratur und Filmen bis hin zu Verweisen auf Netzwerke, Fortbildungen und aktuelle Texte und Diskussionen zum Thema. Der Fokus liegt auf Hessen. Das neue Portal „Perspektivwechsel – Inklusiver Religionsunterricht der Vielfalt“ richtet sich an angehende und bereits tätige Religionslehrer, Lehramtsstudenten, Pädagogen, Theologen, Eltern, Betroffene und alle Interessierten.

Zu oft noch würden Menschen mit Behinderung als bemitleidenswert Betroffene zu Objekten gemacht, konstatiert Regina Weleda, die in ihrer Arbeit einen Schwerpunkt für den Bereich Förderschulen/Inklusion hat und selbst Religion an einer Förderschule für Hörgeschädigte unterrichtet. „Im Mittelpunkt steht dann immer das Helfen.“ Diese Sichtweise finde sich bis heute auch noch in manchen Unterrichtsmaterialien. Ausgehend von der Überzeugung, dass Leben mit und ohne Einschränkungen gleich wertvoll ist, wollen sie und ihre Kollegin ausdrücklich zu einer veränderten Sichtweise ermutigen. Dazu gehöre auch ein neuer Blick auf die Heilsgeschichten in der Bibel. „Was ist normal? Was ist heil? Und muss alles heil sein?“ werde in diesem Zusammenhang zunehmend auch von Studenten und Referendaren gefragt. "Es gibt zunehmend Bedarf", sind die beiden Pädagoginnen überzeugt, für die das Anliegen nach eigenen Worten „Herzenssache“ ist. Sie wollen mit ihrer Seite auch einen Beitrag zu einem  erweiterten Inklusionsbegriff leisten, von dem alle profitierten: „Denn jedes Kind ist anders.“  

Das ganze Projekt ist ausdrücklich auf Zuwachs angelegt.  „Wir wünschen uns eine Plattform, auf der die Nutzer Anregungen geben und sich gegenseitig bereichern“, erklärt Regina Weleda. Rückmeldungen, Erfahrungsberichte oder weiterführende Informationen sind daher stets willkommen.

Ansprechpartnerinnen: Regina Weleda, Studienleiterin mit Schwerpunkt Inklusion, Amt für katholische Religionspädagogik Wiesbaden/Rheingau/Untertaunus (r.weleda@bistumlimburg.de), Telefon: 0611-174115. 

Susanne Beul-Ring, Studienleiterin, Amt für katholische Religionspädagogik Frankfurt, Studienmentorin für die Lehramtsstudierenden des FB Kath. Religion Uni Frankfurt (s.beul-ring@bistumlimburg.de), Telefon: 069/8008-718-302. 

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Bistum Limburg

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