Vernissage zur Ausstellung "Leben an den Rändern"
Der international ausgezeichnete Dokumentarfotograf Florian Bachmeier ist ein Grenzgänger zwischen Journalismus und Kunst. "Mich fasziniert", so Kuratorin Mechtild Manus, "wie Florian Bachmeier als Reporter die harte Wirklichkeit in Ländern von Afghanistan bis Venezuela abbildet und gleichzeitig als Künstler mit Licht und Schatten, Nähe und Tiefe seinen Fotografien eine herbe Schönheit verleiht."
Internationale Anerkennung fand diese künstlerische und politische Haltung, als ihm World Press Photo im Frühjahr 2025 den Preis für das beste Foto in der Kategorie Europa verlieh. Das Bild zeigt die sechsjährige Anhelina im frontnahen Borschtschiwka, die unter Panikattacken leidet und rücklings regungslos auf einem Bett liegt. Die Jury von World Press Photo war beeindruckt davon, "wie es dem Fotografen gelang, ein solch stilles Bild aufzunehmen, das gleichwohl den Betrachter veranlasst, innezuhalten und einen Aspekt des russischen Kriegs gegen die Ukraine zu bedenken, der ansonsten nicht ausreichend berücksichtigt wird."
Dieses Bild und 48 weitere Bilder zeigen, wie "Leben an den Rändern" - so der Titel der Schau - aussieht, wie Profitgier, Klimawandel und Krieg die Lebensgrundlagen von Menschen zerstören. Sie erzählen aber auch, wie Menschen trotz dieser widrigen Umstände ein würdiges Leben gestalten und solidarisch handeln. Die Ausstellung ist vom 20. August bis zum 24. September im Haus am Dom zu sehen. Die Vernissage findet am 3. September um 18 Uhr in Frankfurt statt.
Im Haus am Dom in Frankfurt finden vom 4. bis 6. September 2026 im Rahmen des Galerienwochenendes Führungen durch den Fotografen Florian Bachmeier und die Kuratorin Mechtild Manus auf Deutsch und Englisch statt.
Weitere Informationen: www.florianbachmeier.com